Eine explizite Überschrift, die so einiges an Unterstellungen beinhalten könnte. In der Tat, dies war auch so beabsichtigt… !
Nun, dies hier soll kein Beitrag zur Errettung der Welt (oder zumindest zur Lösung der Klimaprobleme) sein, sondern vielmehr eine kurze persönliche Feststellung und Analyse in Bezug auf mein Internetverhalten. Das ist doch fast genauso spannend, oder ? Doch unter anderem deswegen bietet es sich (ausnahmsweise) auch mal nicht unbedingt an, allgemeine Rückschlüsse oder Lehren aus diesem Text zu ziehen.
Doch es ist nuneinmal so – manchmal möchte ich blogtechnisch auch persönliches loswerden. Heute geht es mir um mein Internetverhalten, beziehungsweise dieses speziell bezogen auf die sogenannten “Communities” die es da draussen so gibt. Die erste Feststellung: was habe ich Zeit verbracht in solchen modernen Auffanglagern für sozial verarmte, geltungsgeile, nörgelnden… gut, ich höre schon auf. Sicherlich gibt es auch immer “positive” beziehungsweise “neutrale” Fälle – so wie ich es einer war. Das schätze ich selbst jetzt einfach mal so ein.
Aber auch ich war eine Zeitlang mit exakt diesen Worten zu beschreiben. Doch darauf folgt die zweite Feststellung: wie frei und gut man sich fühlt wenn man diesen “Status” einmal überwunden hat beziehungsweise treffendere Alternativen in der realen Welt gefunden hat ! Das können soziale Kontakte sein, eine Arbeit die Spaß macht, Geld und Spaß im Überfluss (na na) – was genau jetzt davon auf mich zutrifft, möchte ich nicht weiter ausführen. Doch der eigentliche Grund, warum ich diese Zeilen hier überhaupt schreibe ist: Enttäuschung. Nicht unbedingt die Enttäuschung hinsichtlich des Gefühls “ausgelaugt” gewesen zu sein – denn auch das kommt vor. Meint: man gibt und gibt (und sei es nur ZEIT) und bekommt stets weniger zurück, die Energie verpufft oder es bereichern sich andere daran. Kommt mir irgendwie bekannt vor…
Nein, es ist vielmehr die Enttäuschung, die eine Erforschung der Persönlichkeiten hinter den sogenannten Avataren mit sich bringt. Früher war doch irgendwie alles einfacher: entweder man war ein Eremit aus Überzeugung, oder man suchte sich etwaige soziale Kontakte “live” (noch so ein Unwort) und direkt, das heisst in der wirklichen Welt. Und da war meist recht schnell klar, ob die Chemie stimmt oder nicht. Und noch wichtiger als das eigentliche Funktionieren dieses Experiments ist die Haltbarkeit des entstehenden Produkts.
In der Tat ! Was nützt mir die größte Freude in den ersten Minuten (es können auch Stunden, Tage, Wochen oder Monate sein), wenn sich im Endeffekt doch herausstellt dass die Mischung eine doch eher geringe Halbwertszeit hat ? Von wegen “Nutzen”: davon darf man ja nicht sprechen. Doch seien wir ehrlich: wahre Wohltäter gibt es nicht oder eher selten. Ein jeder möchte für das, was er gibt – wenn auch nur durch sein blosses, irgendwie “aktives” Leben – auch in irgendeiner Form zurückbekommen. Wenn auch nicht in vollem Maße, das spielt keine Rolle (zumal hier persönliche Perspektiven ein Wörtchen mitzureden haben). Es fühlt sich immer irgendwie “falsch” an, wenn das Pendel zu sehr in eine Richtung auszuschlagen scheint.
Was sage ich – ich habe einfach keine Lust mehr auf Internetbekanntschaften, Engagement in irgendwelchen virtuellen Communities et cetera. Mir ist das wirkliche Leben inzwischen wichtiger geworden – hier weiss ich, was ich habe. Das heisst natürlich nicht, dass ich alle der bisherigen – eben über die virtuelle Schiene entstandenen – Kontakte abbrechen werde. Die wichtigsten werden (nach einer Auszeit, in der ich mich gerade befinde) weiter, beziehungsweise wieder gepflegt – und dann im Regelfall weitergeführt. Oder im Ausnahmefall (wenn gefühlt = ohne Zukunft) abgebrochen. In diesem Zustand der “Wichtigkeit” ist nur eine Person absolut fix, und ca. 4 locker. Nur neue werden nicht mehr hinzukommen !
Als einzige Ausnahme halte ich mir diesen Blog hier als kleines Haustier, über das ich mit der Welt da draussen kommunizieren werde. Wie gesagt, ein wenig des virtuellen Geltungsdranges ist auch noch bei mir vorhanden… aber dann mache ich das lieber komplett unabhängig und mit voller Kontrolle. Nun, was bleibt also… exakt 3 Email-Adressen, ein winziges Browserspiel, der Blog hier, Ebay… und das war es dann auch. Das ist wenig, bedenkt man den Wegfall von mehr als einer handvoll Foren, Messengern (wie ICQ oder MSN), Chats im allgemeinen, Youtube (und ähnliches), Flickr, et cetera et cetera… na gut, zur Informationssuche werde ich das Internet natürlich ebenfalls weiterhin benutzen – gibt ja beispielsweise einige Leute die recht gute Filmseiten haben… !
Daran wird sich wohl auch nichts ändern… es sei denn, es entsteht irgendwann einmal eine Onlinepräsenz die mir so gut gefällt dass ich nicht nein sagen kann (unwahrscheinlich) – oder ich realisiere weitere Internetauftritte unter meinem Realnamen – die dann aber höchstwahrscheinlich nichts mit irgendeiner “Community” oder Internetkontakten zu tun haben werden. Diese Maske habe ich abgelegt, und ich habe derzeit wenig Lust, sie wieder aufzusetzen. Ist dies etwa nur ein weiterer Schritt Richtung Erwachsenendasein (nun, sollte ich eigentlich schon mittendrin sein) oder Altersweisheit ? Oder ist es schlicht die Vernunft, die irgendwann sagt: stopp, das macht dir keinen Spaß (mehr) ?
Ich weiss es nicht. Ich weiss nur, dass ich beispielsweise vor ca. einem Jahr komplett dem Alkohol abgeschworen habe – und das es eines der besten Dinge war, zu denen ich mich je entschieden habe. Mach kaputt was Dich kaputtmacht, und werfe den Ballast ab. Das Leben ist zu schön, um es zu “versaufen” oder zu verdaddeln – und selbst wenn es nur die Chance ist, dass es schön sein könnte – nur sollte man alles tun, dass dies eine halbwegs realistische Perspektive ist. Und da stören manche Dinge einfach.
Und dies ist jetzt keine Phase einer Überheblichkeit oder eines über-den-Dingen-stehenden Ikarus Pseudo-Moralapostels, der mal Glück in seinem (Real-)Leben gehabt hat und nun die Internetcommunity nicht mehr “braucht”. Das wäre verlogen, und ein Hinweis darauf, dass ich möglicherweise Plattformen oder einzelne Personen einfach nur kurzzeitig ausgenutzt habe. Doch das Gegenteil ist der Fall ! Ich habe gewisse Sachen im Internet “gelebt”. Meint: ich habe mich sehr reingesteigert. Unter anderem waren das Text-, Audio- und Videoblogs mit dem Ziel der Unterhaltung anderer (Youtube als ein Beispiel) – und davon wissen auch genug. Nur hatte ich selbst irgendwie selten etwas davon, und wenn es banale Dinge wie das Freuen beim Steigen der Anzahl von Klicks auf Videos wären. Daher sage ich: wer sich jetzt noch fragt warum ich “gehe”, sollte sich einfach mal an seinen eigenen Kopf fassen. Da ist einfach viel falsch gelaufen. Nun ja, kalter Kaffee.
Nun, dann wünsche ich noch einen schönen Tag. Und: wer all dies hier bis hierher gelesen hat, könnte einer derjenigen sein mit denen ich in den letzten Jahren Kontakt über das Internet gehabt habe. Ich Grüße – wenn Ihr mich erreichen wollt, dann tut dies bitte per E-Mail (Notfalls) – lieber aber per Telefon. Denn das ist eine Erfindung, die eigentlich kaum Nebenwirkungen mit sich bringt.
Ikarus (18. Oktober 2009)




Lieber Ikarus,
Mensch, bin ich froh, hier ein Lebenszeichen von Dir gefunden zu haben. Ich habe mir ganz ehrlich bereits Sorgen gemacht!
Dein obiger Beitrag ist ganz großartig und zeigt einen sehr hohen Grad an Reife und Zielgerichtetheit. Dafür herzlichen Glückwunsch! Ich meine ich kann Dich gut verstehen. Viele Deiner Ausführungen kann ich gut nachvollziehen, da ich selber immer wieder in die Falle von Community-Kontakten gegangen bin. Gerade kürzlich ist wieder so etwas abgelaufen.
Alles Gute wünsche ich Dir, und wenn Du wieder Zeit hast, freue ich mich über weiteren Kontakt.
Herzlichst
sherab
Danke Sherab für die wärmenden Worte,
und sorry dass Du keine Antwort per PM erhalten hast bei du-weisst-schon-wo. Ich wusste doch, Du wuerdest diese Nachricht hier aufschnappen, über die ich mir schon ein paar Tage den Kopf zerbrochen habe !
Das ist gut. Und selbstverständlich bist Du für mich einer der “positiven Fälle”, bei denen ich es nie bereut habe Dich kennnenzulernen. Deshalb entschuldige ich mich an dieser Stelle noch einmal für den Ausbleib des Kontaktes die letzten Tage und momentan, und hoffe einfach mal weiterhin dass wir uns endlich mal wieder in “live” sehen können. Nur wann, kann ich noch nicht genau sagen, es muss schließlich bei beiden passen. Aber ich melde mich… oder Du bei mir (Mail)…
Gibt noch viel zu erledigen… mal sehen ob auch noch andere mögliche “Empfänger” hierdrauf reagieren werden. Bleiben quasi noch 3 bei denen es mir wichtig wäre – und wenn bereits diese erste “Hürde” nicht genommen werden kann (wenigstens mal wöchentlich im Blog eines Freundes lesen), dann ist das eben so…
Auch Dir alles, alles Gute bei allem was Du Dir vornimmst !
Liebe Grüße,
Ikarus
Lieber Ikarus!
Ich bin sehr froh darüber das du es nochmal ziemlich deutlich und quasi offiziell machst. Du hast mich ja darauf vorbereitet und mir sind ja auch die Gründe für deine Entscheidung bekannt. Das respektiere ich auch und werde gar nicht erst näher darauf eingehen, auch wenn ich es eigentlich möchte. Es ist deine Entscheidung.
Du bist für mich ein Freund. Wir hatten bei unseren Treffen Spaß, und ich hoffe sehr, dass du – wenn auch nicht mehr online – mich ‘in real’ weiterhin treffen möchtest. Dass du bei mir imme rwillkommen bist hatte ich dir gesagt. Ich bin da!
Ich drücke dir die Daumen das alles so klappt wie du es dir wünschst!
Liebe Grüße
Robert
Hallo Ikarus!
Ich kann deine Gedanken sehr gut nachvollziehen. Auch ich habe hin und wieder so meine Phasen, wo ich solche Beziehungen, die durch meine Onlinetätigkeit zustande gekommen sind anzweifle, aber das vergeht. Man muss aber auch selbst etwas dafür tun, keine Slideshows, keine ellenlangen Rezensionen etc, sondern einfach nur da sein. Ich hoffe ich bin in deiner Gunst nicht gesunken, aber man hat halt auch seine eigenen Probleme. Auch ich muss langsam irgendwas aufbauen unabhängig von diesen ganzen Communities und ich hoffe es gelingt mir in naher Zukunft. Meld dich einfach wieder wenn dir danach ist, du weisst schon wer deine Freunde sind und auf wen du dich verlassen kannst. Keiner der dich kennt wird deine Freundschaft ablehnen und ich bestimmt nicht. Du bist wichtig, auch wenn du ein Spinner bist. *g*
Liebe Grüße
Prometheus
Ach, ich weiss nicht recht…
Irgendwie geht oftmals alles den Bach runter; aber wie sollte es auch anders sein. Wasser fliesst nuneinmal nicht bergauf.
Ich danke jedenfalls für die Worte, und sage: ich habe gegen (fast, lol) niemanden etwas PERSÖNLICH. Es ist wie im Text beschrieben eher die gesamte Internet-Geschichte.
Ich habe jedenfalls im Monat Oktober dieses Jahres erkannt, worin meine Stärken liegen und habe mir daher ein privates Ziel gesetzt. Mal sehen, ob ich das erreiche.
Achso, Prometheus; ja mag sein… ob das vergeht ? Also, bei mir schon – nur nicht in der Hinsicht das plötzlich alles wieder in Ordnung wäre. Dann ist die Sache eben gegessen (weißt ja ungefähr wen ich so kenne aus dem Forum) – da gibt es oftmals keine Zukunft. Meinen ersten persönlichen Kontakt beispielsweise habe ich seit 1 oder 2 Jahren nicht mehr gesprochen…
Überhaupt… wenn Du dies ansprichst mit dem “da” sein. Da ist jetzt die Frage, wie das gemeint ist. In Internethinsicht – das habe ich ja bereits ausgeklammert. Aber auch so und in “real” wird es ganz, ganz schwer – oftmals macht es die Entfernung oder aber der Zeitplan unter der Woche. Das ist dann zwar eine Freundschaft die durchaus wichtig ist – aber es ist eben auch keine “richtige” Freundschaft. Denn dazu gehört meiner Meinung nach mehr als dass man sich 1 oder 2mal im Jahr sieht. Das ist jetzt nicht nur auf Dich bezogen, sondern again: auf den Internetkram allgemein !
Da macht man sich eben Gedanken. Manchmal auch ein wenig egoistische, realistische – was hat eine so entstandene Freundschaft für eine Wichtigkeit, wenn sie keine oder nur wenig Zukunft hat weil gewisse Umstände es einfach unmöglich machen das diese Freundschaft weiter gedeiht ?
Allgemein: ich habe gemerkt, in den letzten Tagen mehr als zuvor, dass ich oft einsam bin. Vielleicht hatte die Tatsache, dass ich von Morgens bis Nachmittags unter Leuten war einen Einfluss darauf, dass mir dies dann besonders am Abend oder am Wochenende auffiel. Da kommt wieder dieser gewisse “Egoismus” durch: wer kann mir jetzt helfen ? Und siehe da: niemand (aus dem Internet). Die sind einfach “nicht da”, oder können nicht mal eben so rumkommen auf ein Glas Milch.
Was ich derzeit suche (Freundschaftsbörse, anyone… ?) sind Freundschaften die wirklich innig sind, damit meine ich keinesfalls nur vom Gefühl her sondern auch rein vom Zeitaufwand. Und das können Internetbekanntschaften meist nicht sein, es gibt jedoch Ausnahmen. So fühle ich besonders zu einer Person eine besondere Bindung – und zwei Aspekte bekräftigen dies, nämlich die Tatsache dass wir kontinuierlichen Kontakt haben (telefonisch), sowie das gewisse Dinge geplant waren / sind (WG oder Nähe ziehen). Eine Ausnahme !
All die Treffen und Co. waren / sind zwar schön – doch recht kurz; und am Ende bleibt nicht viel hängen in der Statistik des Lebens. Vielleicht brauche ich auch einfach nur einen Partner, hätte ja schon fast geklappt kürzlich. Erhielt ein Liebesgeständnis, hatte allerdings Probleme dies zu erwidern. Wer möchte, darf mich jetzt auch als A… bezeichnen. Wüsste aber nicht, warum. That’s life !
Nun ja, mein Wort zum Sonntag… pardon, Mittwoch. Habe aber morgen Urlaub, von daher.
Greetings my friends,
Ikarus. Melchior (advanced)
Du musst selbst wissen was du tust, nicht? Nur wenn du so denkst, handelst du u. U. nicht besser als die Leute von denen du etwas erwartest. Glaube aber nicht, dass wir (die entfernten) schlechtere Freunde wären, genau das sind wir nicht. Wer weiss das auch schon was die Zukunft für den jeweiligen bringen wird. Meinst du ein Freund, der eben nicht “mal um die Ecke” wohnt ist ein minderwertigerer Freund ? Meinst du nicht, wenn ich in deiner Nähe leben würde, dass ich dich nicht in meinen Alltag einbauen wollte? Denke über die Umstände nach. Ich denke ich weiss von wem du mit “regelmäßigen Kontakt” sprichst…ABER denke mal darüber nach. Was wäre wenn er mehrere 100 Km von dir entfernt leben würde? Was wäre wenn er in einem privaten Umfeld eingespannt wäre, von dem man sich nicht “mal eben so” schnell ablösen kann? Würde es da nicht genauso aussehen? Du vergisst dabei einfach die Umstände, in denen die Anderen leben..und zugegeben, ich habe genau den selben Fehler immer wieder gemacht: ich habe Erwartungen an Menschen die ich sehr mag gestellt, die (momentan) einfach nicht realisierbar sind. Aber dafür können sie nichts, dafür kann ich nichts, dafür kannst du nichts, das sind die äußeren Umstände. Nichtsdestotrotz kannst du jetzt nicht einfach irgendwelche Leute abschreiben. Mach dich da bitte nicht lächerlich, du hast da glaube ich am wenigsten Grund dich zu beschweren.^^
zunächst einmal bin ich froh von dir endlich nochmal ein lebenszeichen gelesen zu haben. wollte dir eigentlich schon vor 2 wochen mal eine e-mail geschrieben haben.
besuche zwar regelmäßig deinen blog hier, aber ich finde nach wie vor das diese seite hier ziemlich unübersichtlich ist. aber dafür kannst du wohl weniger, liegt wohl an wordpress selbst.
nunja, heute hab ich dann ja durch zufall deine stellungnahme gelesen.
finde deine ansichten allerdings völlig überzogen. ich mein, ich kann ja gut nachvollziehen das jemand sich mehr auf sein rl konzentrieren möchte bzw auch nach privaten freundschaften und kontakten im täglichen umfeld sucht. völlig verständlich…mach ich genauso. nur sich jetzt von 0 auf 100 von allem abzugrenzen und so evtl einigen leuten vor den kopf zu stoßen find ich ziemlich daneben.
ich glaube dein problem war einfach du warst total süchtig nach dem ganzen internetkrams. das ging ja so weit das du nichtmal bei treffen einen tag ohne internet auskamst ohne deine täglichen seiten durchzusurfen.
ich meine, wenns dir hilft das alles komplett zu beenden dann wünsch ich dir alles gute dabei.
ob wir beide nun jetzt “befreundet” sind kann ich anhand deiner beiträge nun nichtmehr einschätzen. ich mag und schätze dich nach wie vor, den rest kann ich nicht beeinflussen.
Guten Abend meine sehr verehrten Mitleser.
Also; es gibt auch so ein Gerät, in das man sprechen kann und dann hört das der andere. Nur scheinbar ist dieses nicht so beliebt, anders kann ich mir das nicht erklären. Mal ganz locker telefonieren – ohne große “Terminvergabe”, mal unter der Woche, mal 10 Minuten et cetera. Wie unter Freunden die nebenan wohnen eben. So halte ich auch meinen Kontakt mit Berlin. Da klappt das auch alles.
Aber ich möchte auch noch ein paar Punkte der letzten beiden Beiträge durchgehen:
Die Sache mit den “besseren” Freunden. Was sind überhaupt Freundschaften ? Es gibt solche und solche. Brieffreundschaften bestehen beispielsweise nur aus reinem Schriftverkehr (im Regelfall). Aber unter einer richtigen Freundschaft verstehe ich nicht nur eine gewisse gemeinsame “Chemie”, sondern eben auch einen regelmäßigen Kontakt. Wenn der gar nicht oder nur kaum möglich ist, dann ist das für mich keine Freundschaft, sondern eher eine Bekannschaft. Denn mit Freunden verbringt man Zeit, tauscht sich öfter mal aus, lebt man gemeinsam. Mit Bekannschaften kann man sich fast ebensogut verstehen, jedoch ist ein “richtiges” Kennenlernen und ein Zusammen-Wachsen (in beiderlei Sinne !) doch kaum möglich.
Der nähere Kontakt von dem ich sprach lebt übrigens in Berlin, und das ist durchaus auch gut und gerne 250 Kilometer entfernt. Ein regelmäßiges Sehen ist also auch kaum möglich ! Aber dennoch spüre ich hier großes Potenzial hinsichtlich einer Entwicklung in Richtung Freundschaft. Dies hat mehrere Gründe, in erster Linie ist es aber die Tatsache dass wir momentan beide relativ gut “im Leben stehen”, viel um die Ohren haben und uns immer etwas zu erzählen und zu beratschlagen haben. Weiterhin ist es diese Sache mit den gemeinsamen Träumen und Zielen, in der unsere Ansichten enorm harmonieren. AKTIVITÄT, ENERGIE, am besten noch positive ! Das ist es. Ich kann nicht den Ganzen Tag irgendwo rumsitzen (soll ja schonmal vorgekommen sein).
Wie auch immer, entfernte Freundschaften müssen nicht die schlechteren sein, oftmals sind sie es aber. Weil eben ein gewisser Faktor fehlt, den handelsübliche Freundschaften mitbringen: gemeinsame Zeit ! Das einzige wonach man dann noch schauen muss, ist ob eine entfernte Freundschaft zumindest das Potenzial hat mal eine “richtige” zu werden. Wenn nicht, bleibt es eben bei einer Bekanntschaft.
Und nun zum Kommentar von Nemesis: Ich liebe die Formulierung des zweiten Satzes, die ist einfach geil ! Da würde dann auch das gelten, was ich ganz oben erwähnte. Eine Mail zu schreiben ist halt manchmal etwas komisch, ich persönlich hätte in so einem Fall eh anders gehandelt. Aber: der Blog ist ist nicht unübersichtlich ! Gerade durch die Einfachheit (und oftmals Gleichheit) der Standard WordPress-Designs lassen sich kaum zusätzliche Darstellungsoptionen anwenden. Die Dinger sehen weltweit fast bei jedem gleich aus ! Und ich finde ich habe mich da noch ganz gut arrangiert. Die Kategorien zum Stöbern findet man in der Leiste rechts, ebenso wie die neuesten Beiträge – das sollte das wichtigste gewesen sein ! Der Rest ist ja nun noch mehr “Standard” – wie die Darstellung der einzelnen Beiträge. Da finde ich rein gar nichts unübersichtlich – ist eventuell einfach nur eine Gewöhnungssache ! Gut, wenn man nach einer Minute schon wieder abschaltet kann sich eine solche eben auch nicht einstellen. Und wenn ich – als optisch durchaus anspruchsvoller Mensch – schon mehr als 2 Jahre lang mit WordPress ausgekommen bin, dann will das schon etwas heissen… !
Weiterhin: die Ansichten sind nicht überzogen, sondern eher nachvollziehbar ! Das glaube ich selbst – ich würde es aber trotzdem nicht einfach so sagen, wenn mir das nicht schon Leute bestätigt hätten. Doch das ist vorgekommen in der letzten Zeit.
Und von 0 auf 100 war das keinesfalls. Es ist eher ein schleichender Prozess gewesen, der sich nun schon SEHR lange hinzieht (insbesondere in Sachen CW). Und Leuten vor den Kopf stoßen kann ich also ? Aber nur, wenn ich mir solcher potenzieller “Opfer” bewusst bin. War ich aber nicht. Jeder macht sein Ding, eine Community gibt es nicht (mehr). Ausserdem habe ich ja “nur” gesagt, dass ich mich aus den Communities zurückziehe (und nicht unbedingt alle möglichen Kontakte abbrechen werde). Das ist eine Entscheidung, die jeder respektieren sollte.
Auch mit “Sucht” hat das nichts zu tun; es mag allerdings stimmen dass ich öfter als andere “on” war auf bestimmten Seiten und mich durchaus auch reinsteigerte in die jeweilige Thematik. Aber ganz egal ob man nun jede Stunde, jeden Tag oder nur einmal die Woche zum (aktiven) Teil einer Community wird – es kommt nur darauf an, mit wieviel Herzblut man bei der Sache ist. Und da bestand bei mir seit längerem der Eindruck, dass ich auf einem verlorenen Posten stehe.
Komplett beenden werde ich erstmal den ganzen Forumskram. Wie das mit den Kontakten weiterläuft, wird sich noch herauskristallisieren.
Grüße,
Ikarus
Ja ich stehe auch davor mich überall abzumelden. Keine Lust mich vor vielen fremden Menschen “nackig” zu machen. Ich denke das bald auch eine neue Phase kommt. Aber wenn man in die USA schaut wird es immer schlimmer. Gruss Rudi