AKA: Walk His Trail – Laufzeit: 108 Minuten – Land: USA
Dieser bemerkenswerte Film befasst sich mit dem Stamm der Waodani, einem alten Indianerstamm, der in den tropischen Wäldern nahe des Amazonas seine Heimat hat. Er basiert auf den autobiografischen Erlebnissen von Steve Saint, der im Jahre 2005 ein das gleichnamige Buch zu “End Of The Spear” veröffentlicht hat. Der Film wird dabei aus der Sicht des nunmehr gealterten Steve Saint aus einer Rückblende erzählt – es war sein eigener Vater Nate (Chad Allen), der damals die gefährliche Reise gewagt hat; und unter tragischen Umständen ums Leben kam. Steve selbst wird hier vom jungen amerikanischen Darsteller Chase Ellison verkörpert, und war damals erst 8 Jahre alt. Der Film behandelt also dieses erste Aufeinandertreffen mit einer fremden Welt – grausam und faszinierend zugleich.
Steve und sein Vater bauen ein Modellflugzeug
Nun – man kann zu diesem Werk wohl nur eines sagen: es ist einfach aussergewöhnlich. Dies trifft sowohl auf den Inhalt und die Geschichte, aber auch auf die Machart zu. Es handelt sich hier um einen Film, der in einer bemerkenswerten Art und Weise das Aufeinandertreffen von Zivilisation und Wildnis porträtiert. Die (westliche) Zivilisation wird hier hauptsächlich von einer kleinen Gruppe relativ wohlhabender Menschen dargestellt, die sich zu Forschungszwecken in der Nähe des Amazonas aufhalten. Ihr hauptsächliches Ziel ist es, Kontakt mit den dort ansässigen Indianern aufzunehmen – siehe dazu auch die sogenannte “Operation Auca“. Dieses schwierigem aber gleichsam interessante Thema in einer derartig gut präsentierten Filmform verpackt zu sehen, ist schlichtweg ein Genuss. Wenngleich sehr wohl einige grausame Bilder und Gewaltszenen zu sehen sind – doch wie sollte es anders sein. Dieser Indianerstamm war wild, und kannte kein Erbarmen. Meinungsverschiedenheiten wurden eben nicht in Diskussionen, sondern im Kampfe ausgetragen – genau so wie die ständigen Rivalitätskonflikte unter den einzelnen Stammesparteien.
Die gewisse “Andersartigkeit” des Films ist neben dieser sehr feinfühligen Geschichte nuneinmal auch die Aufmachung und Präsentation. Sobald man das erste mal gesehen hat, wie die gelbe Propellermaschine über die unendlichen Wälder und tiefblauen Flüsse geflogen ist, wird man wie gebannt vor dem Bildschirm sitzen. Diese Szenen prägen sich einfach ein – nicht zuletzt dank der wahrhaft grandiosen musikalischen Untermalung, die sich zwischen klassischen Chorelementen, brachialer Filmmusik und geradezu sphärischen Klangwelten zu bewegen vermag. Doch ist es auch ein mir neues Faktum, das wirklich jede einzelne Szene durch eben diesen Effekt eine Wirkung beim Zuschauer erzielen kann. Sei es, dass die Indianer auf der Jagdt sind, sei es, dass sie das erste mal das Flugzeug erblicken – und ganz besonders: sei es, dass die erste Kontaktaufnahme zwschen Indianern und Amerikanern zustande kommt. All diese Szenen wirken durch ihre Präsentation wirklich enorm kraftvoll, und fast schon majestätisch-poetisch in ihrer Gesamtwirkung. Glücklicherweise zieht sich dieses, nun: erhabene Gefühl durch den gesamten Film. Ebenso wie der Spannungsbogen – obschon nicht immer viel geschiet, wird der Film (beinahe…) niemals langweilig.
Wird die Kontaktaufnahme gut ausgehen… ?
Neben all dem Lob an die Macher dieses Werkes sei unbedingt auch ein riesengroßes Lob an den gesamten Cast ausgesprochen. Wahrhaft, eine unglaubliche Leistung ! Man muss dazu erwähnen, dass der Film zwar nicht “wahrhaftige” Waodani als Darsteller einsetzt, aber dennoch geschulte und um die Kultur wissende Emberá Panamanians. Wir sehen einen jungen Chase Ellison als Steve Saint, der seine hier emotionale Rolle überaus gut zu spielen weiss. Aber auch die erwachsenen Darsteller wirken sehr versiert, keine Frage.
Steve hat große Angst, doch ein Indianer tröstet ihn
Es muss noch ein letztes erwähnt werden; nämlich dass der Film mit einem relativ niedrigem Budget ausgekommen ist, genauer gesagt 10 Millionen US-Dollarn. Betrachtet man das Ergebnis, so muss man doch anerkennen: eine gute Leistung ! Filme müssen nicht teuer sein, um eine gewisse Wirksamkeit zu erzielen. Danke an die Macher, von mir gibt es 9.0 von 10 Punkten.



Hi! I just looked into this film the other day, so it´s really enjoyable to see a new review of it here since I was thinking of watching it one day soon. It seems like a good Chase Ellison-movie!
That’s great. I hope that you will enjoy this movie as much as I did !
I felt very uncomfortable in some of the scenes of this movie. Don’t get me wrong, it’s a highly recommendable movie but there are suspense-packed scenes of cruelties. Not that graphic but I felt uncomfortable. ^^
Chase Ellison indeed is an eyecatcher in all of his movies.