AKA: Bobby Darin Biopic – Laufzeit: 118 Minuten – Land: USA / Deutschland / UK
Scroll down for the english version of this review !
Dieser Film behandelt das Leben des Musikers und Entertainers Bobby Darin (1933 – 1973). Der Film beginnt jedoch nicht am Anbeginn seiner Karriere; sondern blickt auch auf Bobby’s frühe, sehr beschwerliche Kindheit zurück. Wir sehen einen jungen Bobby Darin (William Ullrich), welcher an einer schlimmen Krankeit leidet. Die Ärzte rechnen ihm nicht viel Chancen aus – ein paar Jahre geben sie ihm maximal. In diesem Zeitraum versucht die Mutter jedoch ihr bestes um Bobby bei Laune zu halten; seinen Schmerz zu bekämpfen – auch mit Hilfe der Musik. Bald schon freundet sich Bobby mehr und mehr mit ihr an; tanzt, spielt Klavier – und träumt von einer großen Karriere als Musiker, wie es einige seiner frühen Vorbilder vorgemacht haben.
Der junge Bobby feiert seinen Geburtstag – es hätte bereits sein letzter sein können
Nach seinen ersten musikalischen Erfolgen hatte er auch einige kleine Rollen in Filmen. Während eines Filmdrehs lernt er die wunderschöne Schauspielerin Sandra Dee (Kate Bosworth) kennen – die er später heiratet; nachdem endlich alle Schwierigkeiten (vor allem mütterlicherseits) beiseite gelegt werden konnten. Von nun an feilt er stets an seiner Karriere – teilweise sehr zum Missfallen seiner Ehefrau. Ihrer Meinung nach fixiert er sich nunmehr allzu sehr auf seinen Beruf und seine Karriere; doch hängt in Sachen Liebe und Familienleben hinterher. Es kommt, wie es kommen muss: Sandra wird schwanger; sie bekommt einen kleinen Jungen – nun muss Bobby den Spagat zwischen Karriere und Familie schaffen. Ist ihm dies überhaupt möglich; in Anbetracht seines sich immer wieder verschlechterndem Gesundheitszustandes ?
Die erste größere Tanzszene; die für Bobby’s Auszug in die große Welt steht.
Wow – was für eine großartige Darbietung eines persöhnlichen Lebenswerkes. Selbstverständlich ist dieser Film nicht wirklich als “Autobiographie” in dem Sinne zu bezeichnen; es wurden einige Dinge abgeändert, ausgelassen oder hinzugefügt. Kevin Spacey macht einfach einen unglaublich guten Job ! Er beweist einmal mehr sein Allround-Talent: er singt (und das sehr gut!), tanzt – und liefert zudem ein großartiges Schauspiel ab. Die Art mit den Rückblenden umzugehen; diese in Bezug auf die aktuelle Situation anzuwenden, ist wirklich gut gelungen. Die großartigen Tanzperformances – ganz besonders die ersten 3 großen; die Mittlere, sowie die am Ende waren das I-Tüpfelchen.
Nach einem eher schweren Start tritt Bobby endlich in diesem einen, ganz speziellen Nachtclub auf.
Während sich die erste Hälfte des Films eher mit seiner früheren Kindheit und seinen ersten Erfahrungen als Musiker und Schauspieler beschäftigt; fokussiert sich die zweite eher auf den Wendepunkt seiner Karriere – welcher durch Glück (Ehefrau, Kind) auf der einen; aber auch Unglück (Zerissenheit, Stress) auf anderen Seite gekennzeichnet ist. Es gibt kaum einen Tag an dem Bobby nicht mit seiner Frau streitet; ihre persöhnlichen Differenzen werden immer klarer – doch sie lieben sich, egal was passieren würde. Eine der wirklich kraftvollen Botschaften des Films; dass eine Liebe viel überstehen kann – und manchmal eben auch muss. In Bezug auf diesen Film ist dies aber nur eine von vielen universellen Botschaften !
Bobby hat noch immer mit seiner Krankheit zu kämpfen. Doch Ausruhen kommt für ihn nicht in Frage.
Denn da gibt es noch viel mehr Dinge die behandelt werden. Besonders wichtig ist natürlich die persöhnliche Wandlung Bobby Darin’s selbst. Obwohl der Film gerade einmal eine Laufzeit von 118 Minuten hat, bekommt man als Zuscher doch das Gefühl als deckte er ein wirklich weites, personenbezogenes Themenspektrum ab. Bobby’s Kindheit, seine ersten Bühnenauftritte, die größten Erfolge, der Wendepunkt, seine weitere Karriere; sein Rückzug; seine politischen Pläne – all dies kommt im Film vor. Sowie auch wichtige Familienverhältnisse, wie sie erst zum Ende des Films klargestellt werden – doch an dieser Stelle möchte ich nichts verraten, sehen Sie selbst. Es lohnt sich ! Ein schönes Stück filmischer Kunst welches uns hier wohl hauptsächlich von Kevin Spacey geliefert wird. Doch auch die anderen Darsteller wie Kate Bosworth, John Goodman, Bob Hoskins; und ganz besonders der eher unbekannte William Ullrich – der den jungen Bobby spielt – machen einen formidablen Job. Ich habe keinerlei negative Aspekte hinsichtlich des technischen Parts anzubieten. Die Szenenaufbauten waren komplex, der Schnitt vorzüglich. Die Tanzszene in der Mitte wurde übrigens in Berlin gedreht, im Herbst – weshalb ein wenig nachträgliches Editing am Rechner notwendig war. Schließlich sollte diese Szene im Sommer spielen.
Bobby tanzt mit seinem jungen Alter Ego – eine der besten Tanzszenen die ich jeh sah
Was gibt es noch zu sagen ? Ich kann diesen Film nur empfehlen, und dies ist ein weiterer aussergewöhnlicher Aspekt: selbst Menschen, die sich eher nicht so mit dem eigentlichen Thema anfreunden können. Das Ganze ist so liebevoll gemacht; der Film hat so viel Energie und universelle Botschaften – dass sich im Grunde jeder daran erfreuen müsste. Ein Stück Filmgeschichte welches die Seele von Bobby Darin unsterblich machen sollte. 9.2 von 10 Punkten, sowie einen speziellen Ikarus Award:
- Für die erfrischenden Tanzszenen und der darstellerischen Leistung Kevin Spacey’s im allgemeinen.
Der Link zum Trailer – Die DVD auf Amazon.com
This film is focusing on the life of the great musician and entertainer Bobby Darin (1933 – 1973). Starting with some scenes that are showing a later on state of his career, the film is referring to his early childhood and the beginning of his career. And there we can see a young Bobby Darin (William Ullrich) who is suffering from a serious disease. The doctors are not were very confident… they are only giving him a few years. But during this though period of time, his mother tries her best to keep him happy – also by introducing him to the overall music. Soon Bobby is getting more and more enthusiastic about it… planning to have a big career, just as some of his idols.
Young Bobby is celebrating his birthday – while being in a serious state of health…
After his first bigger successes he is also starting to act in some film productions. Referring to one film shooting he is getting to know the beautiful actress Sandra Dee (Kate Bosworth) – who he marries later on. He is steady working on his career… according to his wife: certainly without drawing much attention to his personal and family life. Things are getting worse when they are having a baby – Bobby has to manage both professional and family concerns as well as he is able. But are these “two lifes” really compatible; and what about his state of health… ?
The first big dancing-scene, figuratively standing for Bobby’s moving out and the beginning of his musical conquest
Wow, what a great depiction of a personal lifework. Of course, this film is not exactly an autobiography, according to the ways of film-making there are some things added or being left out – and I am glad that it turned out to be this way, since Kevin Spacey did an outstanding job on this one. The way of dealing with the flashbacks, the changing between Bobby’s later-on career and his personal memories just impressed me, to state this here. The great musical dancing performances, especially the three big ones in the beginning, the middle and the end certainly were the icing on the cake – great performances, just perfectly captured !
After a difficult start, Bobby finally manages to perform in the one special nightclub…
While the first half of the film is rather dealing with his early childhood, his eagerly ways of getting the chance to perform; the second half is focusing on the inflection point of his life. And this is when he is getting to know his wife, with who he has a baby – and all the resulting problems referring to his career combined with his personal life. They are steady arguing a lot, having a lot of personal differences – but they are still loving each other, no matter what would happen. And this exactly is one of the most remarkable and best depicted messages that this film is able to transfer, referring to the overall power of love. But, this certainly is only one of many other universal messages !
Bobby still has to deal with his illness… should he rather rest, or continue with his business… ?
Since there are way more things that are spoken to. Especially: the great depicted personal development of Bobby Darin himself. Although this film only has a runtime of 118 minutes, you feel like you are given a really good, authentic and even detailed inside-view on the life of him. His childhood, his first stage performances, the biggest successes, the breaking-point, the changing concerning his career, his political ambitions; the final self-discovery… of course, towrads the ending there are even more serious things to be revealed… I would not like to spoil here, see this for yourself. To state it: I was deeply moved; especially by the one hold-back information that is now given to him, which made him feel that his whole former life was a big lie…
Finally: a great piece of filmic art, delivered by Kevin Spacey. Who also does an outstanding job as an actor and perfomer here. Since he is not only directing, but also starring in the leading role, dealing with some rather difficult choreographies, and even interpreting the original songs of Bobby Darin – thumbs up for the great work !
Bobby dancing with his younger alter ego… one of the best dancing performances that I have ever encountered
Such as for all other involved actors, such as Kate Bosworth, John Goodman, Bob Hoskins; and especially: lesser-known William Ullrich, who starred as the young Bobby Darin. I have nothing to complain about the overall technical part neither, the scene setups were complex (note that the dance-scene in the middle was shot in Berlin, in autumn – they had to do some re-editing so it would like it was set in summer), the cutting very enjoyable. Especially referring to the overall flashbacks, Bobby’s inner conflicts; and the confrontations with his younger self.
What else to say ? I can only recommend this one; and this is another outstanding aspect: even to people that are not generally interested in the overall topic (randomly picked keywords: muscial, biography, Bobby Darin). This film has so much energy, so many universal messages; and is so nicely made, that basically everyone will enjoy it – at least this is what I think. An entertaining film, and a great homage to an artist that will finally make the soul of Bobby Darin immortal – 9.2/10.
Stars:






