CD-Album: Fjoergyn – Sade Et Masoch (2007), Laufzeit: 52 Minuten
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Die talentierten Musiker hinter diesem interessanten Bandnamen kommen aus Thüringen. Ihr Album Sade Et Masoch ist wohl am ehesten dem DarkMetal-Genre zuzuordnen – ich erstand es bereits vor einiger Zeit. Besonders in letzter Zeit aber hörte ich wieder öfter rein – irgendwie ist doch leichtes Suchtpotenzial vorhanden. Eigentlich ist dies nicht gerade meine favorisierte Musikrichtung, doch nachdem ich die ersten Sound-Samples gehört hatte; gab ich dem Ganzen einfach mal eine Chance. Und: ich wurde nicht enttäuscht ! Doch kommen wir sogleich zur Titelliste:
01. Prolog
02. Das Leid des Einhorn
03. Die Hierarchie der Engel
04. Ach sprich doch…
05. Masoch
06. Katharsis
07. Ich sah den Himmel weinen
08. Narziss(t)
09. Sade
Dieses Album könnte man durchaus als kleines Meisterwerk bezeichnen – musikalisch auf der einen Seite wunderschön, auf der anderen verstörend. Es schafft den Spagat zwischen diesen beiden musikalischen Grundstimmungen mit Bravour – indem es schwankende menschliche Emotionen perfekt in eine musikalische Form umzuwandeln scheint. Diese Wirkung wird unterstützt durch großartige Texte und eine aussergewöhnliche Komposition. Die Stimme vom Leadsänger Stephan L. ist einfach nur fantastisch – seine Stärken liegen wohl klar in der Fähigkeit, verschiedene Stimmlagen perfekt zu meistern. Wir haben einige Textstellen in denen nicht mehr als ein sanftes Flüstern zu vernehmen ist, eher brachial-wuchtige Passagen, sowie schlicht wunderschöne Gesangparts. Diese Bandbreite und das Zusammenspiel dieser verschieden Stimmungen wird von perfekt passender, teils orchestraler Musik untermalt; und hinterlässt einen bleibenden Eindruck ! Es werden Emotionen aufgebaut, hinsichtlich positiver oder negativer Richtungen – nur damit sie gleich wieder relativiert werden. Ein wahres hin- und her der Gefühle; Alp- und Wunschtraum in einem.
Mein liebstes Stück von diesem Album dürfte sicherlich der letzte Titel sein, “Sade” – ein eher ruhiger, sehr philosophischer Titel mit einer großartigen Performance von Stefan L. – vielleicht das treffenste Beispiel für seine stimmlichen Fähigkeiten in verschiedenen Gesangslagen. Ganz besondere Erwähnungen verdient auch die Arbeit des Drummers, sein Schaffen klingt einfach frisch und unverbraucht.
In dieses Album wurde offensichtlich eine Menge Arbeit gesteckt – es hat sich gelohnt. Ausgefeilte Texte, eine sehr gut funktionierende Gesamtkomposition. Obwohl dies meine erste Rezension bezüglich dieses musikalischen Genres ist; ich überhaupt eher wenig Vergleichsmöglichkeiten habe – vergebe ich 9.0/10 Punkten. Absolute Kaufempfehlung; auch an diejenigen, die vor diesem musikalischen Genre vielleicht eher zurückschrecken. Lassen Sie sich einfach mal überzeugen !
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