AKA: Oil ! – Laufzeit: 158 Minuten – Land: USA
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Dieser – mit mehreren Oscars ausgezeichnete – Film basiert auf Upton Sinclair’s früher Novelle “Oil!” (erstmals im Jahre 1927 herausgegeben), und beschäftigt sich mit dem Leben Daniel Plainview’s (Daniel Day-Lewis). Große Themenfelder decken seinen persöhnlichen moralischen Verfall, seine Familienangelegenheiten und seine Bestrebungen ein lukratives Geschäft aus dem schwarzen Gold zu machen, ab. Wir befinden uns im frühen 20sten Jahrhundert, als Daniel Plainview den wahren Wert des Öls für sich entdeckt – nachdem er für einige Jahre recht unerfolgreich im Minengewerbe gearbeitet hatte. Eines Tages nimmt er sich eines ausgesetzten Waisenkindes im Säuglingsalter an – und nennt diesen Jungen H.W. Plainview. Es scheint als hätte er große Pläne mit ihm (im Kindesalter gespielt von Newcomer Dillon Freasier). Und gerade in dieser Periode; während des Erwachsenwerdens dieses Waisenkindes; beginnt der Film das Porträt Plainviews in voller Intensität und Stärke zu zeichen.
Daniel Plainview ist eine sehr zielstrebige Persöhnlichkeit, die versucht alles an sich zu nehmen was sie kriegen kann – scheinbar um jeden Preis. Er kauft einige weite Landstücke auf auf welchen er Öl vermutet; lässt die ersten kleinen Ölraffinerien errichten und kommt in den Kontakt mit den Siedlern der Gegend. Selbstverständlich würde er ihnen nicht sein wahres Gesicht zeigen; er scheint ein abgebrühter Geschäftsmann zu sein welcher eines jeden Tricks habhaft werden kann wenn es darauf ankommt. Schon jetzt zeichnet sich eine gewisse Gier und Machthungrigkeit in seinen Augen ab. Mit Sicherheit sehr zum Nachteil seines Sohnes, für den er im Grunde kaum Gefühle übrig zu haben scheint. Ein weiteres, schwerwiegendes Ereignis; welches die Dinge nicht gerade leichter machen wird, folgt. Sein Sohn wird schwer verletzt nachdem es eine große Gasexplosion auf einer seiner Raffinerien gegeben hat – er ist auf beiden Ohren taub.
Aber anstatt dass der Vater für seinen Sohn da ist; entscheidet er sich, ihn wegzuschicken. Er hat schon genug Probleme mit denen er zu kämpfen hat; ein herzloser, aber sicherlich lukrativer Standpunkt. Doch es gibt bereits ein weiteres Problem welches sich schon am Horizont abzeichnet: Eli Sunday (Paul Dano), der Priester eines kleinen Dorfes in dem er einige gewinnbringende Raffinerien aufgebaut hat, stellt sich ihm mit all seiner (religiösen) Kraft entgegen. Und als ob dies nicht bereits genug wäre; taucht urplötzlich ein Mann auf, der behauptet sein lange verschollener Bruder zu sein…
Daniel Plainview mit seinem Sohn H.W. (klicken Sie auf das Bild um zu einer Bildergallerie auf Outnow.ch zu gelangen)
Dieser Film ist sehr komplex, ein ebenso beeindruckendes wie verstörendes Porträt eines Mannes der an seiner unermesslichen Gier nach Geld und Ruhm zugrunde geht; aber dennoch vor nichts und niemandem halt machen würde. Durch alle Szenen zieht sich eine tiefe Bedrücktheit; eine sehr aussergewöhnliche Stimmung. Dies ist hauptsächlich auf 3 wichtige Aspekte zurückzuführen:
- 1. Skript und Plot des Films sind wirklich sehr innovativ und einmalig in der Geschichte
- 2. Regisseur Paul Thomas Anderson macht wirklich einen großartigen Job
- 3. Die Leistungen der Darsteller sind sehr beeindruckend, ganz besonders die von Daniel Day-Lewis, Paul Dano; und Newcomer Dillion Freasier
Mit den ersten 15 Minuten des Films – die übrigens kein einziges gesprochenes Wort beinhalten – ist man “drin” in der Geschichte; wird von ihrer kunstvollen Erzählweise geradezu absorbiert. Das Hauptaugenmerk gilt selbstverständlich dem Schicksal von Daniel Plainview. Doch Sie werden hier kaum das Gefühl haben als handelte es sich um eine der üblichen Charakterdarstellungen; es ist etwas ganz besonderes am Film. Der philosophische Erzählton der zwischen den Bildern mitschwingt – sollte man nicht verpasst haben. Ein weiterer wichtiger Aspekt im film ist das Verhältnis zwischen Vater und Sohn; welches stets undurchsichtig und für den Zuschauer nicht nachvollziehbar bleibt. Die Gefühle der beiden füreinander bleiben winwm größtenteils verschlossen; es liegt an einem selbst gewisse Hinweise zu interpretieren. Ich habe mir bereits eine Meinung gebildet. Es gibt 2 sehr bewegende Szenen, die eine schier unerträgliche Härte seitens des Vaters gegenüber seinem Sohn zeigen; einmal im frühen Kindesalter und einmal als junger Erwachsener. Ich möchte aber nicht zu viel verraten; sehen Sie bitte selbst. Der technische Part lässt kaum Raum für Beschwerden meinerseits. Ganz besonders die Optik wirkt sehr stimmig; die Wechsel von eher klaustrophobisch anmutenden Orten (Minenschächte, enge Räume) hin zu weiten, unberührten Landschaften wirken einfach nur atemberaubend. Die musikalische Untermalung ist nett; jedoch hatte ich das Gefühl dass sie an manchen Stellen etwas zu aufdringlich wirkte.
Schlussendlich: ein wirklich einzigartiger Film; vergleichbares gibt es kaum. Und das ist auch gut so. Ich bin mehr als beeindruckt; vergebe daher an dieser Stelle 9.4 von 10 Punkten. Und einen Ikarus Award:
- Für ganz, ganz große Schauspielkunst und eine sehr beklemmende Atmosphäre welche sich durch den gesamten Film zieht
Einige Links:
Sehen Sie das Videoreview von Ebert und Roeper…
Der Trailer auf Moviemaze.de… Diese DVD auf Amazon.com
This oscar-awarded motion picture based on Upton Sinclair’s novel “Oil!” (originally published in 1927) is focusing on the life of Daniel Plainview (Daniel Day-Lewis), his family concerns and efforts of maintaining a lucrative business referring to the common oil production. Set in the early twentieth century; he is discovering the true value of oil after being empty-handed in the mining business. One day he takes an orphaned child, naming him H.W. Plainview (later: Dillon Freasier). And this is just about when his personal background is becoming to be portrayed explicitly.
Certainly being a person with a lot of eagerness, he is trying to receive what he wants – at all costs. He is snapping up a lot of land in a certain area where he was promised to find great oil resources; building up the first refineries, getting in touch with the people that are living within this area. Of course, by never showing his real face – he seems to be a hardened businessman who is aware of any trick. Much to the disadvantage of his son, for whom he does not really have any time or serious feelings left…
A serious event is another turn of the screw – his son gets deafened due to a big gas explosion on another refinery – but instead of taking care of his son he decides to send him away, already having enough trouble in mind. Another thing that is steady looming ahead: the serious battle between him and the priest of the town, embodied by Eli Sunday (Paul Dano). And if this was not enough, there is a man appearing who claims top be his missing brother…
Daniel Plainview with his son H.W. (klick on the picture to go the image gallery of Outnow.ch)
This film is a complex, likewise stunning and disturbing portrait of a man so hungry for success that he would stop at nothing. A deep tension is drawn throughout any scene, and that is mainly ascribable to 3 aspects:
1. The script and the plot are very innovative 2. Director Paul Thomas Anderson had done a remarkable job here 3. The achievements of the actors are very impressive, especially those from Daniel Day-Lewis, Paul Dano and youngstar Dillion FreasierEver since the first 15 minutes of the film – which had not contain any dialog or spoken word at all – you find yourself being totally attracted to the storyline. Which is mainly focusing on the fate of Daniel Plainview, of course. But you would not get the feeling of watching a usual characterization here; there certainly is something special about this film that makes it even more unmissable. Another great importance is attributed to the overall father-son relationship; which remains steady non-transparent. We would not really know what kind of feelings they have for each other; it stays totally devious. Even until the overall end, where Daniel outcasts his now grown-up son again… in a very harsh way.
The technical part would not offer anything worth of complaining neither. The camera handling and the scene setups are very good and moody. Especially the change between the rather claustrophobia triggering locations and the wide landscapes are just stunning. The musical part however was great, too – but I could not let go of the feeling that it seemed too loud and intolerable imposing sometimes.
Finally: an unique film that you have not seen before – and would not see again, at least in the next decades. I am impressed, but not totally convinced – 9.4/10.
Stars:
Some associated links:
Watch the video review from Ebert & Roeper…
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