AKA: Mein Kind Vom Mars – Laufzeit: 106 Minuten – Land: USA
Was hier als ein eher simpel wirkender Film über einen eher gewöhnlichen “Versagertypen” beginnt; wandelt sich im Laufe des Besehens zu einem wirklich frischen und unterhaltsamen Film. David (gespielt von John Cusack) ist ein verwitweter Mann, der einer allgemeinen Verzweifelung anheim gefallen zu sein scheint. Mit seinen trashigen Science-Fiction Romanen hat er nur mittelmäßig Erfolg, er lebt zurückgezogen in einem respektablen Anwesen. Ein Anwesen, welches sicherlich viel zu groß für eine alleinstehende Person ist – doch es scheint, als wäre er noch nicht bereit für eine neue Partnerin; zu nah ist die schmerzhafte (Verlust-)erfahrung.
Doch auch die Menschen aus seinem Umfeld bemerken, dass bald etwas passieren muss, es so nicht weitergehen kann. Denn er scheint nicht mehr wirklich am Leben teilzunehmen – indem er viele Dinge verdrängt; jammert, sich ins Schreiben flüchtet. Denn nach dem Tod seiner Ehefrau fehlt im etwas ganz besonderes, (lebens-)wichtiges: einen Menschen den er lieben könnte. Und kurz darauf erhält er eine Chance, dieses wahr werden zu lassen. Er erwägt es, ein Kind zu adoptieren. Es ein steiniger Weg, für den er sich damit entscheidet – er strauchelt, ist sich erst unsicher. Doch indem er quasi zufällig bei einem Waisenhausbesuch in Kontakt mit Dennis (Bobby Coleman) kommt, einem eher ungewöhnlichen Jungen (eben das “Kind vom Mars“) – trifft er eine Entscheidung.
Dies ist der Grundplot der dem Ganzen zugrundeliegt – welcher sich letztendlich als sehr gut realisiert erweist. Es gibt einige interessante Nebenstorys und detaillierte Charakterbeschreibungen zu sehen. Ich denke, dass der Film durchaus seine (gefühlten) Längen hat – doch insgesamt entwickelt er sich recht gut. Das Hauptaugenmerk wird auf die ungwöhnliche Beziehung der beiden Hauptcharaktere zueinander geworfen. Indem der Film den gesamten Prozess bezüglich einer Adoption aufzeigt; dabei aber eher auf die bürokratischen Seiten verzichtet und die Aufmerksamkeit auf das richtet, was wirklich zählt – ob die jeweiligen Menschen wirklich zueinander passen oder nicht – wirkt er stellenweise sehr emotional. Dies ist aber gleichzeitig auch ein kleiner Negativaspekt; da man an manchen Stellen das Gefühl hatte dies alles könnte in der Realität so nicht wirklich stattfinden. Stellenweise zumindest – doch handelt es sich hier schließlich nicht um eine Dokumentation. Doch etwas näher an der Realität hätte er doch angelehnt sein können.

“Ich esse Lucky Charms” – und zwar NUR Lucky Charms…
Der Film unterhält mit zahlreichen aberwitzigen Momenten; schafft es aber die Balance in Bezug auf das ernste Thema zu halten. Viele der gut ausgearbeiteten Dialoge besitzen eine ganz allgemeine Gültigkeit; und könnten direkt aus dem Leben gegriffen sein. Teilweise sind diese auch sehr bewegend – wenn man die Endsequenz gesehen hat, weiss man von was ich rede. Dies ist – neben den Leistungen der Schreiber und des Filmteams – selbstverständlich hauptsächlich den beiden Hauptdarstellern John Cusack (ist mir schon immer sympatisch) und Bobby Coleman (als der zerbrechliche Junge vom “anderen Stern”) zu verdanken.
Schlussendlich: der exzentrische David der sich auf einer wichtigen Mission wiederfindet: den jungen Dennis wieder auf die Erde zurückzuholen. Was sich als nicht ganz leicht herausstellt. Leicht und locker aber fühlt sich der Zuschauer; der über die 106 Minuten gradnios unterhalten wird. 9.0 von 10 Punkten – ein erfreulicher Mix aus den Drama- und Komödiengenren, welcher zum Nachdenken anregt und ein allgemeines Plädoyer für die Menschlichkeit ist.
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I loved the movie too. And you did a great job reviewing it . “Fragile ! Handle with care” is probably the best sublime message I got from that movie and it was full of many similar.
A story f a man become a father and a boy become a son…very nice idea of story…touching indeed…how a man will treat a Martian as his own son that’s very inspiring…